Lernferien für Lisa

Was kannst du richtig gut? Bei den Lernferien von climb können Kinder ihre Stärken entdecken und sich weiterentwickeln. Damit aus kleinen Helden mit großen Träumen mutige Talente werden. So wie Lisa.

Als Lisa* zum ersten Mal bei den Lernferien von climb mitmacht, ist sie acht Jahre alt und gerade in der 2. Klasse. Sie ist oft frustriert, wenn was nicht klappt, vor allem in Mathe. Dann wird sie schnell ungeduldig und wirft entnervt den Stift hin. Das liegt meistens daran, dass sie sich Dinge vornimmt, die noch viel zu schwierig für sie sind. Sie will um jeden Preis die Beste sein und merkt auch, dass sie das Zeug hat, um neue Dinge zu lernen. Nur wie, das weiß sie nicht. Die Enttäuschung ist jedes Mal groß und Lisa lässt ihren Frust dann gern an anderen Kindern aus.

Lernferien: Lisa lernt, Pläne zu machen

Bei climb lernt Lisa dann, sich einen Plan zu machen. „Ich überlege jetzt immer zuerst, was genau ich machen will, bevor ich anfange“, sagt sie und greift nach dem nächsten Mathe-Arbeitsblatt. Während der Lernzeiten am Vormittag übt sie, wie sie ihre großen Träume in kleine Schritte aufteilen kann. Warum es sinnvoll ist, sich ein konkretes, greifbares Ziel zu setzen statt unerreichbare Vorstellungen zu haben. Das ist ihr ihr in der Schule bisher oft schwergefallen. Bei den Lernferien kann sie dann zum ersten Mal eigenständig reflektieren, was sie tun kann, um ihrem hohen Anspruch gerecht zu werden. In der Containerrunde, die nach jeder Lernzeit und nach jedem Projekt stattfindet, kann sich Lisa stolz einen grünen Sticker auf ihr climb-Schiff kleben: Ich habe mir einen Plan gemacht, bedeutet der. Und: Ich habe etwas geschafft, auf das ich stolz bin.

Nachmittags im Projekt, als ein jüngeres Kind mit ihr am Gruppentisch sitzt, entdeckt sie dann eine neue Stärke an sich: „Ich kann mich voll gut um andere kümmern“, strahlt Lisa. „Und wenn ich das kann, dann kann ich eigentlich alles schaffen, finde ich.“

„Das wird schwierig, aber ich kann das schaffen!“

Als die Lernferien vorbei sind, lernt sie in der Schule motivierter und bleibt länger am Ball. Auch wenn es schwierig wird. Am Ende der Grundschule erzählt sie ihrer climb-Lehrerin stolz: „Weißt du was? Ich möchte Pilotin werden, weil ich Menschen an ihr Ziel bringen will. Davor will ich ein Jahr in Amerika leben und mein Abitur machen. Das wird schwierig, aber ich kann das schaffen!“

Große Pläne für ein ehemals kleines climb-Kind. Mit viel Mut und Ehrgeiz schafft Lisa den Sprung aufs Gymnasium, meldet sich selbstständig im Sportverein an und besorgt sich einen Ausweis für die Stadtbücherei, „weil ich besser in Deutsch werden will und dafür muss ich viel lesen.“

Sie engagiert sich an ihrer Schule gegen Mobbing und hat neulich bei einem Kongress zusammen mit anderen ehemaligen climb-Kindern vor fast hundert Erwachsenen gesprochen und im Team einen Workshop angeleitet. „Das war gar nicht schwer“, lacht sie. „Ich hatte halt einfach einen guten Plan.“ Mit dieser Einstellung ist sie wirklich für jede Situation gewappnet, die das Leben für sie bereithält.

* Name von der Redaktion geändert

christina.franzenLernferien für Lisa