Big Brothers Big Sisters Deutschland: Vertrauen entwickeln!

Unser Förderprojekt von September 2012 bis Dezember 2012

Mentorenprogramm zur Steigerung von Selbstvertrauen und Lernbereitschaft für sozial benachteiligte Kinder. Mit €150.000 wird die Zusammenführung und Betreuung von 130 Tandems ermöglicht.

Arm, arbeitslos, bildungsfern –etwa ein Drittel der 13,5 Mio. Kinder und Jugendlichen in Deutschland wächst mit mindestens einer Risikolage in der Familie auf. Diese Situation beeinträchtigt die Bildungschancen deutlich: Nirgendwo sonst im westlichen Europa hängt der akademische Bildungserfolg so stark von der sozialen Herkunft der Eltern ab wie in Deutschland. Kinder bzw. Jugendliche mit einem Migrationshintergrund verlassen die Schule zu über 50% höchstens mit einem Hauptschulabschluss (25% bei Kindern ohne Migrationshintergrund). Und nur 11% erreichen die Hochschulreife (32% ohne Migrationshintergrund). Von den rund 13,5 Mio. Kindern in Deutschland lebt knapp ein Fünftel, also 2,4 Mio. Kinder, bei Alleinerziehenden. Dabei besitzt fast die Hälfte der alleinerziehenden Mütter, die nicht erwerbstätig sind, einen niedrigen Bildungsstand. Hinzu kommt, dass 31% aller alleinerziehenden Mütter von staatlichen Transferzahlungen abhängig sind.So ist es häufig schon in den ersten Schuljahren vorgezeichnet, welchen Weg ein Kind gehen wird. Wir alle sind gefragt, dazu beizutragen, dass Kinder ihr Potenzial entfalten können –für eine lebenswerte Zukunft für uns alle.

Die gemeinnützige Organisation Big Brothers Big Sisters Deutschland vermittelt Kindern ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren –eine Art von Patenschaft auf Zeit. Dabei werden die Mentoren durch Mitarbeiter von Big Brothers Big Sisters Deutschland professionell vorbereitet, beraten und unterstützt. Ein Junge bekommt einen Mentor, ein Mädchen eine Mentorin. Mentoren zeigen Kindern, was sie alles können. Sie leben vor, dass es Spaß macht, offen zu sein, Neues zu erfahren und Pläne in die Tat umzusetzen. Als Vorbilder und Mutmacher schenken sie Kindern Aufmerksamkeit und Wertschätzung, sie geben Anregungen für Bildung und Ausbildung und stärken die sozialen Kompetenzen. Die Erfolge sind verblüffend. Die Schulleistungen verbessern sich, weil ein Kind plötzlich mehr Selbstvertrauen gewonnen oder sich ein bestimmtes Ziel vorgenommen hat. Mentoren können den Kindern mit Migrationshintergrund helfen, sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden, und dies nicht nur sprachlich. Das Lernen von interkultureller Kompetenz ist dabei beidseitig. Denn Mentoring ist kein einseitiges Geben und Nehmen –beide Seiten profitieren und wachsen miteinander im Mentoren-Tandem. So helfen Mentoren zu einem frühen Zeitpunkt Jungen und Mädchen, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden.

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