buddY: Verantwortung lernen!

Unser Förderprojekt von Oktober 2013 bis Januar 2014

Stärkung der sozialen Handlungskompetenzen sozial benachteiligter Grundschüler durch Übertragung von Eigenverantwortung. Mit €297.572 wird buddY in der Grundschule in zwei weiteren Bundesländern eingeführt. 11.000 sozial benachteiligte Kinder erhalten dadurch eine Chance.

Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland und des bereits gravierenden Fachkräftemangels wird die Suche nach qualifizierten und talentierten Arbeitskräften immer schwieriger. Darüber hinaus spielt das ehrenamtliche Engagement von Bürgern gerade in Zeiten „knapper Kassen“ eine immer wichtiger werdende Rolle. Der Bildungsstatus ist entscheidend für die Bereitschaft zu sozialem Engagement: Im Jahr 2009 engagierten sich 47% der Gymnasiasten, aber lediglich 27% der Haupt-, Real-und Mittelschüler. Rund 20% aller Schüler sind regelmäßig Opfer von Mobbing. Folgen wie Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind schon in jungen Jahren die Regel. Neben diesen direkten Folgen treten auch weitere, langfristigere Effekte auf: Kinder verlieren die Motivation in der Schule und gefährden so ihre (Aus-)Bildung. Auch wird es zusehends wichtiger, den Übergang von der Schule in das Erwerbsleben optimal zu gestalten. Neben der Fachkompetenz werden soziale Kompetenzen für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben immer wichtiger: So legen 72% der Unternehmen bei ihren Stellenanzeigen besonderen Wert auf Sozialkompetenz. Die Arbeitgeber sind mit den Qualitäten der Schulabgänger häufig sehr unzufrieden, da die wichtigen Faktoren wie Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Rücksichtnahme u.v.m. bei einem zu großen Teil der Schulabgänger unterdurchschnittlich entwickelt sind.

Genau an diesen Herausforderungen setzt das buddY-Programm an. Es unterstützt Schulen darin, neben einem Ort für Wissensvermittlung auch eine zentrale Einrichtung für den Erwerb sozialer Handlungskompetenzen zu sein. buddY schafft eine verantwortungsvolle Gemeinschaft in Schulen. Der buddY E.V. trainiert die Lehrer und Schulsozialarbeiter. Gemeinsam mit den Pädagogen klären buddY- Trainer deren persönliche Ziele sowie Ziele der Schulen und definieren die jeweiligen Rollen. Anschließend erfolgt ein mehrtägiges Training zum Coach und Lernbegleiter. In ihrer neuen Rolle regen die Pädagogen die Schüler zu buddY-Praxisprojekten an, die sich nach deren Bedürfnissen richten. Die Schüler setzen diese Projekte selbstständig um, übernehmen dabei Verantwortung für sich und andere –und wachsen daran. BuddYs schlichten z.B. Konflikte als Konfliktlotse in den Pausen, helfen anderen Schülern beim Lernen, bilden Jüngere zu BuddYs aus, übernehmen Aufgaben im Unterricht etc. Das macht die Schüler stark und steigert ihr Selbstwertgefühl. Gleichzeitig wird „die" Schule zu „ihrer“ Schule, innerhalb und außerhalb des Unterrichts. Schülerprojekte gab es schon immer. Das Besondere an buddY ist jedoch der ganzheitliche Ansatz. Denn buddY holt alle Akteure an einen Tisch, integriert bestehende Ansätze ins Programm und bietet ergänzend alles unter einem Dach an, was Schule besser macht –ein starkes pädagogisches Kompetenz-Paket für Schüler, Lehrer und Schule.

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