Spendenziel – das wollen wir schaffen!

Akinda benötigt € 250.000, um

  • Informationsveranstaltungen für 150 geflüchtete unbegleitete Kinder und Jugendliche anzubieten
  • ehrenamtliche EinzelvormundInnen an 75 geflüchtete unbegleitete Kinder und Jugendliche zu vermitteln
  • aufsuchende Arbeit mit 50 geflüchteten Familien durchzuführen
  • therapeutische (Gruppen-)Angebote für 125 geflüchtete Kinder und Jugendliche bereitzustellen, die eine spezifische Behandlung von Traumafolgen ermöglichen

Insgesamt erreichen wir 400 Kinder und Jugendliche und 50 geflüchtete Familien durch die Angebote.

Vormundschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die allein nach Deutschland geflüchtet sind oder auf dem Weg von ihren Angehörigen getrennt wurden, brauchen einen Vormund als rechtliche Vertretung. Sie brauchen aber auch Aufmerksamkeit, Verständnis, Liebe und Zuneigung zur vollen und harmonischen Entfaltung ihrer Persönlichkeit. AKINDA sucht, schult und vermittelt ehrenamtliche Einzelvormund*innen aus der Zivilgesellschaft und betreut sie bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe. So können sie sich für geflüchtete Kinder und Jugendliche einsetzen und ihnen das Ankommen und die Orientierung in der neuen Umgebung erleichtern.

Die Jugendlichen werden bei all den Herausforderungen, die sich ihnen stellen, mit ihren Unsicherheiten, Befürchtungen und Sorgen nicht alleine gelassen. Die Person, die eine Vormundschaft übernimmt, sorgt für eine kindgerechte Unterbringung, angemessene schulische Betreuung und die notwendige gesundheitliche Versorgung. Durch den persönlichen Kontakt entsteht eine zwischenmenschliche Vertrauensbeziehung, die in der Regel die Volljährigkeit überdauert.

Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche in Unterkünften für Geflüchtete

Auch Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern geflüchtet sind, brauchen Unterstützung.
Die traumatischen Erlebnisse durch Krieg und organisierte Gewalt können Störungen oder Verzögerungen in der persönlichen Entwicklung hervorrufen. Ihr Leid ist oft still und verborgen, schwer zugänglich über die Sprache. Auffällig wird es erst durch zurückgezogenes, impulsives oder aggressives Verhalten.

Die mit ihren Familien zusammenlebenden Kinder und Jugendlichen wollen getröstet werden und Geborgenheit spüren. Bedürfnisse, die ihre Eltern oft nicht erfüllen können, weil sie mit einer völlig fremden Lebensumgebung konfrontiert sind. Sie müssen sich in einer Sprache verständigen, die sie nicht verstehen. Diese anhaltende Belastung führt auch dazu, dass Eltern ihre Schutz- und Unterstützungspotentiale für die Kinder verlieren.

Die Jugendhilfe sieht eine aufsuchende Arbeit in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Unterkünften für Geflüchtete bisher nicht vor. AKINDA bietet für besonders schutzbedürftige traumatisierte Kinder therapeutische Einzel- und Gruppenangebote zur spezifischen Behandlung von Traumafolgen und Anpassungsstörungen an, die auch die Eltern miteinbeziehen.

Kinderkunstgruppen ermöglichen kindgerechten therapeuthischen Zugang

Die aufsuchende Arbeit in den Flüchtlingsunterkünften schafft einen frühzeitigen Kontakt zu besonders schutzbedürftigen traumatisierten Kindern und ihren Eltern. Mit dem Angebot von Kinderkunstgruppen wird ein therapeutischer Zugang möglich, der kindgerecht ist und weniger auf die sprachliche Ausdrucksfähigkeit angewiesen ist.

Neben diesen kindgerechten therapeutischen Angeboten erhalten auch die betroffenen Eltern konkrete Hilfe und Orientierung durch niedrigschwellige Beratungsangebote.

Diese präventiven Ansätze stärken die persönlichen Ressourcen und Kompetenzen der geflüchteten Kinder und Jugendlichen, unterstützen die Überwindung traumatischer Erlebnisse und ermöglichen eine gesellschaftliche Integration, die Armut verhindert.

Statement des Experten-Gremiums von DEUTSCHLAND RUNDET AUF

„Wir haben uns für die Förderung von Akinda entschieden, weil das Projekt die Basis für eine gelingende Integration unbegleiteter minderjähriger Flüchtlingskinder schafft und einen Beitrag zur Professionalisierung ehrenamtlichen Engagements leistet, so dass es staatliches Handeln sinnvoll ergänzen kann.“

Hintergrundinformationen

christina.franzenAkinda